Archiv Pressemitteilungen der DGEM

DANK-Kommentar, 4. Dezember 2025

Deutschland verspielt Präventionspotenzial

Berlin, 4. Dezember 2025 – Den heute veröffentlichten Public Health Index des AOK-Bundesverbands und des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) kommentiert Barbara Bitzer, Sprecherin des Wissenschaftsbündnisses Deutsche Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK) und Geschäftsführerin der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG):

4. Dezember 2025

Leitlinien besser verstehen und gezielter praktisch anwenden: DGEM startet Video-Reihe zu aktualisierten ernährungsmedizinischen Empfehlungen

Berlin, 4. Dezember 2025 – Den heute veröffentlichten Public Health Index des AOK-Bundesverbands und des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) kommentiert Barbara Bitzer, Sprecherin des Wissenschaftsbündnisses Deutsche Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK) und Geschäftsführerin der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG):

17. November 2025

DGEM warnt: Millionen Menschen sind mangelernährt – auch Ältere und Menschen mit Diabetes und Adipositas

Berlin, 17. November 2025 – Mangelernährung betrifft längst nicht nur untergewichtige Menschen. Besonders gefährdet sind ältere Menschen sowie Patientinnen und Patienten mit chronischen oder schweren Erkrankungen – etwa im Krankenhaus – aber auch Menschen mit Adipositas oder Typ 2 Diabetes. Das machten die Expertinnen und Experten der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM) in ihrer Pressekonferenz zur Malnutrition Awareness Week 2025 deutlich und sagen: 50.000 Todesfälle pro Jahr wären vermeidbar.

6. November 2025

Zwischen Food-Trends und Fachwissen: DGEM warnt vor Wildwuchs in der Ernährungstherapie

Berlin, 6. November 2025 – Ernährung ist allgegenwärtig – in sozialen Medien, in Lifestyle-Magazinen, in Fitness-Apps. Doch Detox-Versprechen und Influencer-Diäten ersetzen keine qualifizierte ernährungsmedizinische Beratung. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin e. V. (DGEM) warnt anlässlich der Malnutrition Awareness Week (MAW) 2025 vor dem wachsenden Wildwuchs unqualifizierter Ernährungsangebote und fordert, wissenschaftlich fundierte Ernährungstherapie als festen Bestandteil der medizinischen Versorgung zu verankern. Bei einer Online-Pressekonferenz am 11. November stellen Experten der Fachgesellschaft mit E-Zert und nutriZert zwei Instrumente vor, die Orientierung bei der Wahl einer Ernährungsberatung bieten sollen.

DANK-Pressemeldung, 24. September 2025

Deutsche Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK) feiert 15-jähriges Bestehen – Im Kampf gegen nichtübertragbare Krankheiten keine Zeit mehr verlieren

Berlin, 24. September 2025 – Die Deutsche Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK) feiert in diesem Herbst ihr 15-jähriges Bestehen. Dem Wissenschaftsbündnis, das 2010 im Rahmen des ersten UN-Gipfels gegen nichtübertragbare Krankheiten von sechs Organisationen gegründet wurde, gehören inzwischen 23 wissenschaftlich-medizinische Fachgesellschaften, Verbände und Einrichtungen an, die mit starker Stimme für mehr Maßnahmen der Verhältnisprävention in Deutschland sprechen.

15. September 2025

Mehr Orientierung für Patientinnen und Patienten: Einheitliches Qualitätssiegel jetzt auch für ernährungsmedizinische Praxen

Berlin, 15. September 2025 – Menschen mit ernährungsabhängigen Erkrankungen wie Adipositas, Mangelernährung oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten stoßen in Deutschland noch häufig auf Versorgungslücken, vor allem, wenn es um ernährungsmedizinische Behandlung geht. Diese Lücken sollen nun zunehmend geschlossen werden: Die Schwerpunktpraxen für Ernährungsmedizin BDEM® des Berufsverbands Deutscher Ernährungsmedizinerinnen und Ernährungsmediziner e.V. (BDEM) sind ab sofort Teil des nutriZert-Systems, einer Initiative der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin e. V. (DGEM) und der Deutschen Akademie für Ernährungsmedizin (DAEM). Damit sind alle qualitätsgeprüften Einrichtungen unter einem Dach sichtbar – für Patient*innen, Hausärzt*innen, Fachärzt*innen und Krankenkassen.

DANK-Pressemeldung, 12. August 2025

100 Tage Bundesregierung – 100 Tage mutlose Präventionspolitik – DANK: Prävention braucht klare Rahmenbedingungen, nicht nur gute Vorsätze

Berlin, 12. August 2025 – Die Deutsche Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK) zieht 100 Tage nach Amtsantritt der neuen Bundesregierung eine ernüchternde Bilanz: Politisch ist bislang viel zu wenig in Bewegung gekommen. Insbesondere bei der dringend benötigten Verhältnisprävention nichtübertragbarer Erkrankungen fehlt weiterhin der politische Gestaltungswille.

DANK-Pressemeldung, 29. April 2025

Umwelt- und Gesundheitskosten des Ernährungssystems belasten Wirtschaft und Gesellschaft mit Milliarden Euro im Jahr

Hamburg, 29. April 2025 – Bei der Erzeugung von Fleisch in Deutschland entstehende Kosten durch Umwelt- und Klimaschäden belaufen sich auf rund 21 Milliarden Euro pro Jahr. Die Schäden werden etwa verursacht durch Treibhausgasemissionen aus der Tierhaltung und die Luftbelastung mit Feinstaub und Schadstoffen. Hinzu kommen Gesundheitskosten in Höhe von gut 16 Milliarden Euro durch den übermäßigen Konsum von rotem Fleisch, Schinken und Wurst, der die Risiken für Herz- und Kreislauferkrankungen, Krebs und Typ-2-Diabetes erhöht. Zudem kann ein zu hoher Zuckerkonsum neben Adipositas, Diabetes und Bluthochdruck auch zu Karies und Parodontose führen. Das belastet das Gesundheitssystem in Deutschland mit weiteren knapp 12 Milliarden Euro jährlich. Diese Kosten zeigt eine Studie des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) im Auftrag von Greenpeace auf.

DANK-Kommentar, 16. April 2025

Wer Kinder stärken will, darf ihre Gesundheit nicht ignorieren

Berlin, 16. April 2025 – Zum Koalitionsvertrag „Verantwortung für Deutschland“ der neuen Bundesregierung aus CDU/CSU und SPD erklärt Barbara Bitzer, Sprecherin der Deutschen Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK) und Geschäftsführerin der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG):

8. April 2025

Abnehmen auf Kosten der Muskeln? DGEM warnt vor unbehandelter Sarkopenie bei Adipositas

Berlin, 8. April 2025 – Immer mehr Menschen nutzen „Abnehmspritzen“ oder Crash-Diäten zur Gewichtsreduktion – oft mit unerwarteten Nebenwirkungen. Denn wer hierdurch schnell Gewicht verliert, verliert nicht nur Fett, sondern oft auch Muskelmasse. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin e. V. (DGEM) warnt vor dem zunehmenden Risiko einer sogenannten Sarkopenie, dem krankhaften Verlust von Muskelmasse und Muskelkraft, bei Menschen mit Adipositas. Besonders häufig tritt sie im Zusammenhang mit extrem eiweißarmen Diäten oder der Behandlung mit sogenannten Inkretin-Analoga wie Semaglutid oder Tirzepatid auf, die unter die Haut gespritzt werden. Eine qualifizierte ernährungsmedizinische Betreuung ist daher unverzichtbar.

DANK-Kommentar, 1. April 2025

„Die neue Bundesregierung hat offensichtlich kein Interesse an wirksamem Kinderschutz und umfassenden Präventionsmaßnahmen“

Berlin, 1. April 2025 – Zu den Ergebnissen der Arbeitsgruppen „Gesundheit und Pflege“, „Ländliche Räume, Landwirtschaft, Ernährung und Umwelt“ sowie „Familie, Senioren, Frauen, Jugend und Demokratie“ im Rahmen der Koalitionsverhandlungen zwischen CDU/CSU und SPD erklärt Barbara Bitzer, Sprecherin der Deutschen Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK) und Geschäftsführerin der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG):

DANK-Pressemeldung, 05. Februar 2025

Vor Bundestagswahl: DANK legt 6-Punkte-Plan für Präventionswende vor: Gesundheit sichern – Wirtschaft stärken!

Berlin, 5. Februar 2025 – Die Deutsche Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK) hat kurz vor der Wahl zum Deutschen Bundestag am 23. Februar 2025 einen umfassenden 6-Punkte-Plan für mehr Prävention und Gesundheitsschutz vorgelegt. Das Wissenschaftsbündnis fordert die zukünftige Bundesregierung dazu auf, verbindliche, strukturierte und umfassende Präventionsmaßnahmen zu verabschieden, um nichtübertragbare Erkrankungen wirksam einzudämmen und die wirtschaftliche Stabilität langfristig zu sichern.

DANK-Pressemeldung, 13. Januar 2025

Verbände-Appell: „Kindergesundheit stärkt alle” – Künftige Bundesregierung muss gesunde Ernährung von Kindern fördern

Berlin, 13. Januar 2025 – Im Vorfeld der Bundestagswahl fordern Wissenschafts-, Ärzte- und Verbraucherverbände sowie Kinderrechtsorganisationen einen besseren Schutz der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Etwa jede:r siebte Minderjährige in Deutschland sei von Übergewicht oder Adipositas betroffen, Kinder aus ärmeren Familien in besonderem Maße. Die künftige Bundesregierung müsse deshalb eine gesunde Ernährung aller Kinder fördern – unabhängig von ihrer sozialen Herkunft, erklärten die Verbraucherzentrale Bundesverband, das Wissenschaftsbündnis Deutsche Allianz Nichtübertragbare Krankheiten, der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzt*innen e.V., das Deutsche Kinderhilfswerk, der Kinderschutzbund, der Bundesjugendring und die Verbraucherorganisation foodwatch. Die Verbände schlagen vier konkrete Maßnahmen vor, die der Koalitionsvertrag der künftigen Regierung beinhalten müsse: eine Süßgetränkeabgabe, Werbeschranken für ungesunde Lebensmittel, ein gesundes kostenloses, Mittagessen nach den Standards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung in Kitas und Schulen und die Streichung der Mehrwertsteuer auf Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte. Diese Maßnahmen seien nicht nur sozial gerecht, sondern böten das Potenzial, erhebliche Gesundheitskosten einzusparen.

DANK-Kommentar, 13. Dezember 2024

Neue Studie: Zuckerhaltige Getränke als Herz-Kreislauf-Risiko, mediale Süßigkeiten-These fragwürdig: Warum Präventionsmaßnahmen nötig und Ergebnisse kritisch zu prüfen sind

Berlin, 13. Dezember 2024 – Barbara Bitzer, Sprecherin der Deutschen Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK) und Geschäftsführerin der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG), äußert sich anlässlich einer am 09.12.2024 veröffentlichten Studie im wissenschaftlichen Fachjournal „Frontiers in Public Health“, die den Zusammenhang zwischen diversen zuckerhaltigen Lebensmitteln und Herz-Kreislauf-Erkrankungen untersuchte:

26. November 2024

Adipositas-Therapie: Zusatzbezeichnung Ernährungsmedizin sichert qualifizierte Versorgung: Gemeinsame Stellungnahme von DGEM, BDEM und DAEM

Berlin, 26. November 2024 – Adipositas betrifft rund ein Viertel der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland und führt häufig zu schwerwiegenden Folgeerkrankungen wie Diabetes Typ 2 oder Herz-Kreislauf-Problemen. Eine effektive Behandlung setzt einen multimodalen Therapieansatz voraus, der in jedem Fall eine qualifizierte ernährungsmedizinische Betreuung umfasst. Mit der Zusatz-Weiterbildung „Ernährungsmedizin“ steht Ärztinnen und Ärzten eine umfassende, evidenzbasierte Ausbildung zur Behandlung von Menschen mit Adipositas zur Verfügung. Diese Zusatzbezeichnung deckt alle relevanten Inhalte ab. Zusätzliche Fortbildungen wie etwa zum „Adiposiologe“ oder „Adipologe“ können einen Stellenwert in der allgemeinen ärztlichen Fortbildung haben, seien aber für Ernährungsmedizinerinnen und Ernährungsmediziner weder inhaltlich noch formal erforderlich, betonen die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin e.V. (DGEM), der Berufsverband Deutscher Ernährungsmedizinerinnen und Ernährungsmediziner e.V. (BDEM) und die Deutsche Akademie für Ernährungsmedizin e.V. (DAEM) in ihrer aktuellen Stellungnahme.

20. November 2024

DANK zum Ende der Ampelkoalition: Verpasste Chance für mehr Prävention in Deutschland

Berlin, 20. November 2024 – Die Ampelkoalition aus SPD, FDP und Bündnis 90/Die Grünen ist gescheitert. Damit stehen auch zahlreiche ernährungs- und präventionspolitische Pläne der Koalition vor dem Aus. Die Deutsche Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK) bedauert, dass diese entscheidenden Vorhaben für mehr Maßnahmen der Verhältnisprävention nicht mehr umgesetzt werden. Das Wissenschaftsbündnis appelliert an die politischen Akteur*innen, ernährungsbedingte Erkrankungen und ihre schwerwiegenden Folgen für die Gesellschaft nicht zu unterschätzen.

12. November 2024

Mangelernährung – ein tödliches Risiko: Ernährungsmediziner fordern umfassende Maßnahmen gegen krankheitsbedingte Mangelernährung

Berlin, 12. November 2024 – Mangelernährung in deutschen Krankenhäusern betrifft jeden vierten bis fünften Patienten und bleibt oft unbehandelt. Mit fatalen Folgen: Die Sterblichkeit mangelernährter Patientinnen und Patienten ist um das Dreifache erhöht und die stationären Mehrkosten belaufen sich jährlich auf bis zu 8,6 Milliarden Euro. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin e.V. (DGEM) sieht dringenden Handlungsbedarf und fordert verpflichtende Maßnahmen zur Bekämpfung der Mangelernährung. Anlässlich der Malnutrition Awareness Week 2024 (MAW) hat die DGEM in einer Pressekonferenz am 12. November 2024 über Risiken, Fakten und Lösungsansätze informiert. Die Fachgesellschaft fordert dabei erneut ein systematisches Screening auf Mangelernährung.

DANK-Kommentar, 5. November 2024

Neue Studie zeigt: Zuckerkonsum in den ersten 1000 Tagen entscheidend für die Gesundheit im Erwachsenenalter – DANK fordert: Kindergesundheit endlich politisch ernstnehmen

Berlin, 5. November 2024 – Eine kürzlich veröffentlichte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass der Zuckerkonsum in den ersten 1000 Tagen eines Kindes – während der Schwangerschaft und in den ersten beiden Lebensjahren – einen entscheidenden Einfluss auf die Gesundheit hat. Wenn der Zuckerkonsum in dieser Zeit begrenzt wird, kann das Risiko, später an Typ-2-Diabetes zu erkranken, um 35 Prozent gesenkt werden. Zudem kann das Risiko für Adipositas um 30 Prozent und für Bluthochdruck um 20 Prozent reduziert werden.

DANK-Kommentar, 17. Oktober 2024

Kritik am Gesetzesentwurf zur Stärkung der Öffentlichen Gesundheit – DANK: Prävention endlich ernst nehmen – BIPAM darf nicht zum „Bremsklotz“ für Prävention werden

Berlin, 17. Oktober 2024 – Barbara Bitzer, Sprecherin der Deutschen Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK) und Geschäftsführerin der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG), äußert sich anlässlich der gestrigen Öffentlichen Anhörung des Gesetzentwurfes zur Stärkung der Öffentlichen Gesundheit im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages.

24. September 2024

EU-Initiative „Joint Action Prevent NCD“ zur Prävention von Nichtübertragbaren Krankheiten: Startschuss in Brüssel mit Beteiligung von DANK und DKFZ

Berlin, 24. September 2024 – Die Deutsche Allianz für Nichtübertragbare Krankheiten (DANK) und das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) haben kürzlich in Brüssel an der ersten EU-Konferenz zur „Joint Action Prevent NCD“ Initiative teilgenommen. Dieses Projekt der Europäischen Union verfolgt das Ziel, eine länderübergreifende Strategie zur Bekämpfung von Krebs und anderen Nichtübertragbaren Krankheiten zu entwickeln. Das vierjährige Vorhaben wird in Deutschland unter anderem durch die aktive Beteiligung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) umgesetzt, welche die DANK und das DKFZ für die Mitarbeit im begleitenden Expertenbeirat als die zwei Vertreter für Deutschland ausgewählt hat. Die Konferenz markierte den Auftakt für eine Serie von Maßnahmen und Forschungsinitiativen, die darauf abzielen, Risikofaktoren für nichtübertragbare Erkrankungen wie ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel, Tabakkonsum und Alkoholmissbrauch zu identifizieren und zu reduzieren.

DANK-Kommentar, 21. August 2024

foodwatch-Studie unterstreicht: 86 Prozent der Kindergetränke sind überzuckert – DANK fordert: Die Bundesregierung muss endlich handeln!

Berlin, 21. August 2024 – Die heute veröffentlichte Marktstudie von foodwatch zeigt, wie stark Getränke für Kinder in Deutschland mit Zucker überladen sind. Von den 136 getesteten Produkten enthielten 86 Prozent mehr als fünf Gramm Zucker pro 100 Milliliter – eine Menge, die in Großbritannien bereits zu einer Herstellerabgabe geführt hat. Ein Kind konsumiert mit nur einem 250-Milliliter-Glas eines solchen Getränks bereits knapp 20 Gramm Zucker, was fast 80 Prozent der maximalen Tagesmenge von 25 Gramm entspricht. Diese Menge wird von dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), der auch Mitglied der Deutschen Allianz Nichtübertragbare Krankheiten ist, als gesundheitlich notwendiges Limit empfohlen und durch ein einziges Getränk nahezu vollständig ausgeschöpft. Die alarmierenden Zahlen verdeutlichen, dass dringend politische Präventionsmaßnahmen zum Schutz der Gesundheit unserer Kinder erforderlich sind.

DANK-Kommentar, 24. Juli 2024

Zuckersteuer: Wegdiskutieren und verstecken gilt jetzt nicht mehr!

Berlin, 24. Juli 2024 – Die aktuelle Debatte in Presse und Politik um die Einführung einer sogenannten Zuckersteuer oder Softdrink-Steuer in Deutschland kommentiert die Sprecherin der Deutschen Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK) und DDG Geschäftsführerin Barbara Bitzer.

17. Juni 2024

Mehr als 35 Verbände appellieren an Bundeskanzler Scholz: Schutz der Kinder vor ungesunder Lebensmittelwerbung muss jetzt gesetzlich verankert werden!

Berlin, 17. Juni 2024 – Ein breites Bündnis aus Organisationen, Verbänden und Initiativen aus Medizin, Gesundheitsförderung, Wissenschaft, Verbraucherschutz sowie Kinder- und Jugendschutz appellieren in einem offenen Brief an Bundeskanzler Olaf Scholz, das Gesetz zur Beschränkung von Werbung für ungesunde Lebensmittel, die sich an Kinder und Jugendliche richtet (KLWG), noch vor der Sommerpause konsequent und wirkungsvoll umzusetzen. Mehr als ein Jahr nach der Vorstellung der Eckpunkte und eines ersten Referentenentwurfs durch Bundesernährungsminister Cem Özdemir herrsche weiterhin politischer Stillstand beim Kinderschutz in der Lebensmittelwerbung. Die Ampel-Koalition hat im Koalitionsvertrag den klaren Auftrag formuliert, den Schutz der Kinder vor Werbung für Lebensmittel mit hohem Zucker-, Fett- und Salzgehalt sicherzustellen. Effektive Regelungen stehen jedoch noch immer aus, so das Bündnis.

10. Juni 2024

Hohe Standards in der Ernährungsmedizin: Neu gegründete nutriZert GmbH schafft mit Gütesiegel mehr Vertrauen und Transparenz in der Patientenversorgung

Berlin, 10. Juni 2024 – In Deutschland sind bis zu 30 Prozent der Krankenhauspatientinnen und -patienten mangelernährt. Zudem nehmen Adipositas und andere ernährungsbedingte Krankheiten weltweit zu. Um die Qualität der Ernährungsmedizin zu verbessern und Menschen in Kliniken optimal zu versorgen, haben die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin e.V. (DGEM) und die Deutsche Akademie für Ernährungsmedizin e.V. (DAEM) die nutriZert GmbH gegründet, eine zentrale Zertifizierungseinrichtung für ernährungsmedizinische und ernährungstherapeutische Einrichtungen. Das von ihnen entwickelte neue Zertifikat nutriZert macht zukünftig hochqualifizierte Schwerpunktkliniken oder -abteilungen und ernährungsmedizinische Praxen für Patienten besser sichtbar.

15. Mai 2024

Auch außerhalb der Klinik relevant – Medizinische Ernährung im häuslichen Umfeld: DGEM aktualisiert Leitlinie

Berlin, 15. Mai 2024 – Herzhaft in einen frischen Apfel beißen, ein Käsebrot essen oder auch nur einen Löffel Joghurt hinunterschlucken – für manche chronisch kranke Menschen sind diese Selbstverständlichkeiten nicht möglich. Wenn Erkrankungen das Kauen, Schlucken oder Verdauen von Speisen auf normalem Wege verhindern, muss – dauerhaft oder vorübergehend – auf Möglichkeiten der medizinischen Ernährung zurückgegriffen werden. Immer häufiger geschieht dies außerhalb der Klinik im privaten oder pflegerischen Umfeld. Handreichungen dazu, wann eine solche Ernährung angezeigt ist, wie sie ausgestaltet sein sollte und was es dabei zu beachten gilt, gibt die S3-Leitlinie zur heimenteralen und heimparenteralen Ernährung. Unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin e. V. (DGEM) wurde sie jetzt aktualisiert.

DANK-Kommentar, 20. März 2024

Werbeschranken für Ungesundes können Gesundheitskosten einsparen: Das belegt eine aktuelle DIW-Studie

Berlin, 20. März 2024 – Anlässlich der von foodwatch veröffentlichten DIW-Studie zu den wirtschaftlichen Auswirkungen geplanter Junkfood-Werbeschranken äußert sich Barbara Bitzer, Sprecherin der Deutschen Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK) und Geschäftsführerin der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG):

26. Februar 2024

Ein Jahr nach Ankündigung: Verbände warnen vor Scheitern des Kinderlebensmittel-Werbegesetzes

Berlin, 26. Februar 2024 – Gesundheits- und Verbraucherverbände beklagen politischen Stillstand beim Kinderschutz in der Lebensmittelwerbung. Die Ampel-Koalition müsse den Auftrag aus dem Koalitionsvertrag endlich umsetzen und das von Bundesernährungsminister Cem Özdemir geplante Gesetz zur Beschränkung der Werbung für ungesunde Lebensmittel auf den Weg bringen, erklärten der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), der AOK-Bundesverband, das Wissenschaftsbündnis Deutsche Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK) und die Verbraucherorganisation foodwatch. Das Vorhaben dürfe nicht am Widerstand der Lebensmittel- und Werbewirtschaft scheitern. Effektive Regelungen zum Schutz der Kinder vor Werbung für Lebensmittel mit viel Zucker, Fett und Salz seien überfällig, so die Organisationen.

31. Januar 2024

„Gutes Essen für Deutschland“ – Ernährungsstrategie der Bundesregierung: Ernährungsverbände begrüßen Strategie und fordern weitere Schritte

Berlin, 31. Januar 2024 – Das Bundeskabinett hat am 17. Januar 2024 die federführend vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) erarbeitete Ernährungsstrategie der Bundesregierung „Gutes Essen für Deutschland“ verabschiedet. Die Strategie bündelt rund 90 geplante und bestehende ernährungspolitische Maßnahmen mit dem Ziel, eine gesunde, klimaschonende und sozial verträgliche Ernährung für alle Menschen in Deutschland möglich und einfach zu machen. Die Arbeitsgemeinschaft Ernährungsmedizin und Ernährungstherapie (AG EMET), bestehend aus der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin und weiteren Ernährungsverbänden*, hat sich mit ihrer Expertise, Vorschlägen und Stellungnahmen eingebracht. Die nun vorliegende Ernährungsstrategie ist ein wichtiger Schritt für die Verbesserung der Ernährungsversorgung – auch in Kliniken und Einrichtungen. Es sind jedoch weitere Schritte notwendig.

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